Öffentliche Büchereien bleiben erhalten
von Neuß-Grevenbroicher Zeitung
Die sechs öffentlichen Büchereien im Kaarster Stadtgebiet erhalten einen Zuschuss von insgesamt 20.000 Euro. Diesen Beschluss fasste der Kulturausschuss, nun muss er noch durch den Stadtrat. Damit ist eine Idee der FDP, Büchereien zusammenzulegen, vom Tisch.
KAARST |(seeg) Die sechs öffentlichen Büchereien im Kaarster Stadtgebiet erhalten für das Jahr 2025 einen Zuschuss von insgesamt 20.000 Euro – vorausgesetzt, der Stadtrat am kommenden Donnerstag folgt der Empfehlung des Kulturausschusses, wo für die Unterstützung der Büchereien gestimmt wurde. Zu einem Sockelbetrag pro Bücherei von 1083,33 Euro erfolgt die Verteilung der Mittel je nach Fläche und Einwohnerzahl.
Demnach erhält die katholische Bücherei St. Martinus (Rathausstraße) 6457,86 Euro, die katholische Bücherei Sankt Aldegundis in Büttgen 4239,66 Euro, die katholische Bücherei Sankt Antonius in Vorst 2679,47 Euro und die katholische Bücherei Sieben Schmerzen Mariens in Holzbüttgen 2209,07 Euro. An die evangelische Bücherei Haus Regenbogen an der Elchstraße werden 2301,87 Euro ausgezahlt, die evangelische Bücherei an der Lukaskirche, die derzeit saniert wird, wird mit 2121,07 Euro bezuschusst.
Die Ausleihzahlen in den sechs Büchereien sind im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant geblieben, die größte Abweichung gibt es in der Sankt Martinus. Dort wurden im Jahr 2024 17.817 Medien ausgeliehen, 2023 waren es noch 20.304. Mit 12.028 Ausleihen liegt die Vorster Bücherei auf Platz zwei (Vorjahr 12.903).
Zwar verringerte sich der Zuschuss im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen, doch die Mitglieder des Kulturausschusses zeigten sich dennoch froh darüber, dass die Büchereien durch das ehrenamtliche Engagement weiter bestehen bleiben. „Wir sehen, dass hier gespart wird. Aber es gibt nun einmal den Beschluss, dass sich auch der Kulturbereich an der Konsolidierung beteiligen soll“, sagte Ulrich Orlinski (CDU). „Ich bin froh, dass die Überlegungen, die Büchereien zusammenzulegen, vom Tisch ist. Es ist wichtig, dass die Bürger in den verschiedenen Stadtteilen das Angebot fußnah wahrnehmen können“, erklärte Göran Wessendorf (SPD).
Die Idee für die Zusammenlegung stammt von der FDP. „Wir haben darüber gesprochen und werden ebenfalls zustimmen, da die Stadtteile so weit auseinanderliegen“, sagte Astrid Werle von den Liberalen.