Joggen, Walken, Waldbaden und Kunstbetrachtung – alles möglich im Vorster Wald
von Birgit Hannemann
Und zum Thema Kunstbetrachtung hat der Kunstverein Nordkanal e.V. am Wochenende ein ganz neues Kapitel aufgeschlagen und das Tor geöffnet zum „Mini-Museum Trafohaus“, seinem neuen Projekt im Grünen. Demnächst wird der Blick allerdings nur durch die kleinen runden Fenster möglich sein, die den Durchblick in das Innere freigeben.
Vorstand und Beirat des Kunstvereins Nordkanal hatten dazu alle beteiligten Handwerker, den Architekten und die Presse zu einem kleinen Sektempfang am zukünftigen Mini-Museum im Vorster Wald eingeladen, um sich für deren tatkräftige Unterstützung und das außergewöhnliches Engagement bei der Realisierung ihres neuesten Kunstprojektes zu bedanken. Aus dem ehemaligen Trafo-Häuschen wird nach Abschluss der Umbauarbeiten ein winziger Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst entstehen, dessen Eröffnung für das kommende Frühjahr vorgesehen ist. Wegen Rücksichtnahme auf das Fledermaus-Hausdach kann nur in den Monaten Oktober bis Februar umgebaut werden, so dass es sich mit der Eröffnung noch bis zum Frühjahr hinziehen wird. Der Einladung waren mit dem Architekten Wilfried Rocholl, der aus einer Fläche von ca. 2 x 3 m dieses Mini-Museum geplant hat, auch Ralf Thoma vom Elektrobetrieb Thoma in Holzbüttgen gefolgt sowie Sönke Pinnow und Denise Brüggemann von der Firma BBS aus Schwalmtal. Beteiligt an den Arbeiten waren zudem der Maler- und Lackierbetrieb Michael Fröhling aus Kaarst, das Metallbauunternehmen Franz-Peter Schmitz aus Driesch sowie die Glaserei Kannen aus Kleinenbroich.
Der Vorsitzende des Kunstvereins Nordkanal, Markus Albiez, betonte, dass ohne das Sponsoring der Sparkassenstiftung Kaarst-Büttgen, der Bürgerstiftung Kaarst, der Bezirksregierung Düsseldorf mit ihrem „Heimat-Scheck“, der Stadtwerke Kaarst und vieler privater Spender die Kosten von rund 16.000 Euro nicht hätten aufgebracht werden können und bedankte sich bei allen für die großartige Unterstützung.
Der Kunstverein Nordkanal, der sich seit Jahren für zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum einsetzt, hat bereits mit zahlreichen Projekten in Kaarst Aufmerksamkeit erregt. Dazu zählen u.a. „Die Brücken über den Nordkanal“, eine Großplastik von Wilhelm Schiefer, die rosa, später gelbe Waldhütte, der Ampelnistkasten von Till Hausmann und das Skulpturenensemble „Türhüter“ von Wilhelm Schiefer. Nun folgt das „Mini-Museum“ als weiteres Highlight. Um das Projekt auch weiterhin finanzieren zu können -die Firma Westnetz wird demnächst den Strom liefern und auch Rechnungen schicken- ruft Markus Albiez Kunstfreunde dazu auf, als Spender aktiv zu werden. Wer „Durchblick“ fördern möchte, kann für jeweils 250 Euro eines der 20 Gucklöcher im Mini-Museum übernehmen.
Dr. Brigitte Splettstößer, die kürzlich zur stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde und über umfangreichen künstlerischen Sachverstand und Erfahrung als Galeristin verfügt, wird bei der Auswahl geeigneter Künstler und Kunstwerke beratend tätig sein, um eine hohe Qualität der Exponate zu sichern. Die erste Ausstellung, die im Mini-Museum zu sehen sein wird, stammt von der Bildhauerin Stephanie Hermes aus Korschenbroich. Der Termin der Vernissage wird noch bekannt gegeben. Man darf gespannt sein, wie das innovative Mini-Museum von der Öffentlichkeit, die tagtäglich den Vorster Wald bevölkert, aufgenommen wird (bh).-
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