Der Tuppenhof hat einen neuen Vorstand

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Der neue Vorstand vom Tuppenhof v.l.: Helmut Riecken (2. Vorsitzender), Norbert Kallen (neu gewählter 1. Vorsitzende), Alfons Thomasen (Kassenwart), Jürgen Rau (Geschäftsführer) und Klaus Stevens (Pressesprecher); Foto: (c) Wolfgang Walter
Der neue Vorstand vom Tuppenhof v.l.: Helmut Riecken (2. Vorsitzender), Norbert Kallen (neu gewählter 1. Vorsitzende), Alfons Thomasen (Kassenwart), Jürgen Rau (Geschäftsführer) und Klaus Stevens (Pressesprecher); Foto: (c) Wolfgang Walter

Am 29. Juni 2023 standen in der Jahreshauptversammlung des Museumsfördervereins Kaarst e.V. zwei Vorstandssitze zur Neuwahl an: Der des 1. Vorsitzenden und der des Kassenwarts. Für den Vorsitz hatte sich neben dem bisherigen 1. Vorsitzenden Dr. Winfried Kluth auch Norbert Kallen als Gegenkandidat aufstellen lassen, der schon einmal 2009 zum Vorsitzenden des Fördervereins gewählt worden war und diese Position bis 2017 innehatte. Die Neuwahl des Kassenwarts war nötig geworden, da die bisherige und langjährig erfolgreich tätige Kassenwartin Magdalena Rottländer auf eine neue Kandidatur verzichtet hatte. Als ihr Nachfolger wurde einstimmig Alfons Thomasen gewählt. Die Amtszeit der weiteren Vorstandsmitglieder - Geschäftsführer Jürgen Rau, Helmut Riecken als 2. Vorsitzender und Klaus Stevens als Pressesprecher - endet erst im nächsten Jahr. Paritätisch war der Vorstand zwar nie, schade jedoch, dass durch das Ausscheiden von Magdalene Rottländer nun gar keine Frau mehr im Vorstand sitzt.
Vor der Neuwahl des 1. Vorsitzenden, für die Jürgen Rau zuvor geheime Wahl beantragt hatte, stellten sich die beiden Kandidaten kurz vor und Norbert Kallen erklärte, die Motivation für seine Neubewerbung resultiere hauptsächlich aus dem Faktor Zeit, er sei seit kurzem Pensionär, habe schon immer beim Tuppenhof mitgewirkt und fühle sich als unmittelbarer Nachbar des Hofes sehr mit dieser musealen Begegnungsstätte und deren Zukunft verbunden. Sodann stimmten 39 wahlberechtigte Mitglieder ab und das Votum fiel mit 28 Stimmen für Norbert Kallen und 11 Stimmen für Dr. Winfried Kluth recht eindeutig aus. Ergeben sich zwei Fragen. Erstens, warum von aktuell 137 Mitgliedern nur 39 Mitglieder der Jahreshauptversammlung beiwohnten. Und zweitens, warum der ehemalige Vorster Dorfarzt Dr. Kluth dermaßen abgestraft wurde, hat er doch u.a. während der Corona-Zeit mit medizinischem Sachverstand und klugen Entscheidungen auch dafür gesorgt, den Tuppies während der Pandemie mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Nun, beide Kandidaten nahmen das Wählervotum sportlich und Dr. Kluth erklärte später, „der Tuppenhof liege ihm sehr am Herzen und er werde selbstverständlich auch in Zukunft am Tuppenhof-Leben teilnehmen und auch die notwendigen Hygienebelehrungen weiter durchführen“. Und was will der Neue anders machen als sein Vorgänger? Seine salomonische Antwort hierauf war, „dass er nicht alles anders machen wolle und nicht alles auf den Kopf stellen wolle, Bewährtes werde fortgesetzt“.
Der 1991 gegründete Verein, der damals den bis in die 70-er Jahre bewirtschafteten Bauernhof durch Initiative des Künstlers Heinz-Walter Gerresheim und letztlich mit Fördergeldern vom Land, dem Kreis und der Stadt Kaarst gerettet werden konnte, hat sich in den Jahren verändert. Und auch das 1999 eröffnete „Museum für bäuerliche Geschichte und Kultur“ entwickelte sich in den letzten Jahre zu einem lebendigen Kulturzentrum für Erwachsene und Kinder, das über die Grenzen von Kaarst bekannt ist und die Stadt Kaarst kann stolz sein, ein solches Juwel in ihrem Stadtgebiet zu haben. Gedankt sei das der Energie und dem Einsatz vieler Ehrenamtler und Ehrenamtlerinnen, die den Betrieb am Laufen halten. Natürlich kommt es dabei auch schon mal zu unterschiedlichen Meinungen und Kommunikationsproblemen. Aber „Redenden“ kann eigentlich immer geholfen werden und letztendlich ist es lohneswert, an der Idee Tuppenhof gemeinsam weiter zu arbeiten, den Tuppenhof zu unterstützen und immer wieder zu einem gern besuchten Anlaufpunkt zu machen (bh).-

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