Mit „Leonora im Morgenlicht“ startet der 2. Künstlerfilm 2025 im Kino Kaarst – und das KulturForum Kaarst dabei!
von KulturForum Kaarst
Liebe Mitglieder und Freunde des KulturForum Kaarst e.V.!
Am 20. August 2025 startet das KulturForum Kaarst e.V. in die zweite Halbzeit des Jahres. Dann wird in Kooperation mit dem Kino Kaarst der Künstlerfilm „Leonora im Morgenlicht“ gezeigt, jeweils um 17 und um 20 Uhr. (Kino Kaarst im AEF - Am Schulzentrum 16 - 41564 Kaarst).
Gerne laden wir unsere Mitglieder und Freunde zur Abendvorstellung zu diesem außergewöhnlichen Film und zu einem Gedankenaustausch im Anschluss an den Film ein.
Mitglieder vom KulturForum Kaarst e.V. erhalten an der Kinokasse einen Preisnachlass von 2 Euro auf den Eintrittspreis. (Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.)
Wir würden uns freuen, zahlreiche Mitglieder und Freunde des KulturForum Kaarst e.V. zum Film und zum abendlichen Gedankenaustausch begrüßen zu können.
Mit kreativen Grüßen
Göran Wessendorf Birgit Hannemann & Klaus Stevens
für das KulturForum Kaarst e.V. für das Kino Kaarst
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Über den Film „Leonora im Morgenlicht“:
In Mexiko längst für ihre Gemälde und als Autorin bekannt, ist die gebürtige Britin Leonora Carrington (1917–2011) in Europa erst in den letzten Jahren zu Bekanntheit gelangt. Heute zählt sie neben Frida Kahlo u. Georgia O'Keeffe zu den Bestsellerinnen des internationalen Kunstmarktes. Kein Wunder, dass ihre bewegte Lebensgeschichte, deren erste Hälfte von Begegnungen mit berühmten Surrealisten im Paris der 1930er, den Umbrü-chen des Zweiten Weltkriegs und psychischen Problemen geprägt war, jetzt für die Leinwand adaptiert wurde.
Basierend auf dem Roman der mexikanischen Schriftstellerin Elena Poniatowska, auf Deutsch unter dem Titel »Frau des Windes« 2012 erschienen, erzählt der Film episodenhaft und in achronologischen Rückblenden aus dem Leben der Malerin. Als Geliebte des 26 Jahre älteren Max Ernst (Alexander Scheer) wird Carrington in die surrealistischen Zirkel in Paris der 1930er eingeführt und erlebt mit ihm eine stürmische Zeit in Südfrankreich, bis Ernst nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs interniert wird. Sie erleidet einen Zusammenbruch und findet sich in einer Nervenheilanstalt wieder, gelangt schließlich über Lissabon nach Mexiko. Auch als sie mehr als ein Jahrzehnt später dort mit dem ungarischen Fotografen Emerico Weisz eine Familie gegründet hat, wird sie immer wieder von ihren inneren Dämonen heimgesucht.
Teilweise finden diese Episoden vor beeindruckender Kulisse statt: Carringtons Zeit mit Max Ernst in einem abgelegenen Bauernhaus in Saint-Martin-d'Ardèche oder ihr Aufenthalt im märchenhaft-verwunschenen Las Pozas, vor Ort in dem Skulpturengarten gedreht, den Mäzen Edward James ab 1949 in Mexiko auf 32 Hektar gestalten ließ. Südfrankreich und Mexiko bieten so eine imposante Kulisse für Fernweh weckende Einstellungen. In Kombination mit Mise en Scène und Kostüm verwandelt Bildgestalter Tudor Vladimir Panduru die Geschichte in ein schön anzusehendes Period Piece.
Über Leonora Carrington:
Leonora Carrington wurde in Clayton Green, Lancashire, geboren. Ihr englischer Vater, Harold Wylde Carring-ton, war ein reicher Textilfabrikant; ihre Mutter Marie Humphreys Moorhead stammte aus Irland. Sie wuchs mit drei Brüdern in dem Herrenhaus Crookhey Hall auf. Sie studierte an der Londoner Chelsea School of Art und an der Academy von Amédée Ozenfant.
Als Kunststudentin lernte sie 1937 in Paris den 26 Jahre älteren Max Ernst kennen, mit dem sie bis zu dessen Internierung 1940 im Lager Camp des Milles nach der Besetzung Frankreichs in Saint-Martin-d’Ardèche in einem abgelegenen Bauernhaus zusammenlebte. Leonora Carrington gehört zu denjenigen Frauen in der Kunst, deren Schaffen noch heute häufig auf ihre kurze Beziehung zu einem berühmten Künstler, in ihrem Fall zu Max Ernst, reduziert wird. Sie wehrte sich in späten Jahren vehement gegen diese einseitige Fixierung. Sie flüchtete nach seiner Verhaftung nach Spanien, brach auf dem Weg zusammen und kam zeitweise in eine Heilanstalt. Die traumatische Zeit verarbeitete sie in dem Bericht Unten. Max Ernst traf sie in Lissabon wieder. Er war in Begleitung der reichen amerikanischen Kunstmäzenin Peggy Guggenheim, die seine Förderin war.
Carringtons Studio in Mexiko (2021)
1941 floh Leonora Carrington aus dem Krankenhaus nach Lissabon, wo sie in der mexikanischen Botschaft Unterschlupf fand. Dort lernte sie den Schriftsteller Renato Leduc kennen, der ihr bei der Emigration half. Noch im selben Jahr heirateten sie und Carrington reiste nach New York. 1942 emigrierte sie nach Mexiko und ließ sich 1943 von Renato Leduc scheiden. 1944 lernte sie im Haus von José und Kati Horna ihren zweiten Ehemann kennen, den ungarischen Fotografen Emérico Weisz, genannt „Chiki“, der viele Jahre lang die rechte Hand von Robert Capa war. In Mexiko heirateten sie 1946. Sie hatten zwei Söhne: Gabriel, ein Intellektueller und Dichter, und Pablo, ein Arzt und surrealistischer Künstler. Emérico Weisz starb am 17. Januar 2007.
Mit kreativen Güßen
Ihr /Euer
Göran Wessendorf
Göran Wessendorf
Vorsitzender
KulturForum Kaarst e.V.
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