Jugend hackt für Kultur: Eine Erfolgsgeschichte aus Kaarst

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(Aller-) Erste Culture Hacking Party in Kaarst!
(Aller-) Erste Culture Hacking Party in Kaarst!

Am Samstagmorgen war der Informatikraum des GBG Kaarst Schauplatz eines außergewöhnlichen Ereignisses. Der Informatiklehrer Rainer Montignies organisierte den Raum, die Infrastruktur und das Catering. Neun Schüler:innen trafen sich, um gemeinsam Kultur für Kaarst in die digitale Welt zu überführen. Unter der fachkundigen Anleitung von Wolfgang Pleus, Softwareentwickler, Speaker und Programmier- und Kultur-Enthusiast aus Krefeld, entstand ein inspirierendes Reallabor, das zeigte, wie Code die Welt ein Stück besser machen kann.
Aus seiner Entwicklerschmiede stammt auch das interaktive und faire Livestreaming-Tool feedbeat.io, das ebenfalls hier zum Einsatz kam: Denn Interessierte waren von außen zugeschaltet und konnten so der Entwicklungsarbeit live beiwohnen.

Der Hackathon, der erste seiner Art in Kaarst, war nicht nur eine technische Erfahrung, sondern auch eine Gelegenheit, Medienkompetenz zu fördern und das Interesse an Informatik mit kulturellen Aspekten zu verknüpfen. Wolfgang Pleus erklärte den jungen Hacker:innen die Ziele des Workshops: Die Entwicklung von Schnittstellen für das EventHub, eine offene Datenplattform für kulturelle Termine, die für das KulturForum Kaarst entwickelt wird.

Mit Grundkenntnissen im Programmieren wagten sich Jule, Maya, Stela, Sam, Jonah, Julius, Ole, Linus und Joshua – unterstützt von ihrem Informatiklehrer Rainer Montignies – in unbekannte Coding-Gewässer. Mit Python* als Werkzeug wurden Websites analysiert, Informationen extrahiert und in das EventHub überführt. Unterstützt von Wolfgang Pleus meisterten die Teams Herausforderungen und stellten sich neuen Fragen, immer mit dem Ziel vor Augen, die kulturellen Termine von Kaarst auf verschiedenen Plattformen sichtbar zu machen.
Die beiden ehrenamtlichen Betreiber vom Kino Kaarst, Birgit Hannemann und Klaus Stevens, haben den jungen Entwickler:innen lange und fasziniert über die Schulter geschaut und zum Dank für deren Arbeit Kino-Gutscheine verteilt. Man sieht sich hoffentlich demnächst im Kino Kaarst…

Nach Stunden intensiver Arbeit, unterstützt durch großzügiges Catering vom Förderkreis des Georg-Büchner-Gymnasiums Kaarst und „Raja’s“, der die Pizza zu einem Sonderpreis berechnete, konnten die Hacker:innen Erfolge verbuchen. Die Veranstaltungskalender des GBG-Kaarst und des Kino Kaarst wurden gehackt, die Termine ins EventHub integriert und schließlich auf der FediWall sichtbar gemacht.

Die win-win-win-win-win-Situation auf der nächsten Culture Hacking Party

Das Ergebnis dieses Hackathons geht jedoch über den Informatikraum hinaus. Es ist der Auftakt zu einem noch größeren Projekt: Die 1. Culture Hacking Party. Informatikinteressierte Jugendliche aus Kaarst sind eingeladen, an diesem Event teilzunehmen und direkt nutzbringende Software für die Kaarster Kultur zu entwickeln. Dank der Unterstützung von Unternehmen, Schulen und der Stadt Kaarst wird dies nicht nur ein Schritt in Richtung digitaler Kompetenz sein, sondern auch eine Chance für alle Beteiligten, an echten, spaßigen und sinnvollen Projekten teilzuhaben.

Die Planungen für die 1. Culture Hacking Party, organisiert vom KulturForum Kaarst e.V., sind bereits in vollem Gange. Unternehmen haben die Gelegenheit, sich zu präsentieren, Schulen ihr Informatik-Profil zu schärfen, die Wirtschaftsförderung neue Wege zu beschreiten, Kulturschaffende an der Softwarelösung mitzuwirken und Schüler:innen die Welt des Codens jenseits des Unterrichts zu erleben.

Und weil bei einem Hackathon der Spaß nicht zu kurz kommen darf, wird die Aktion nach den Sommerferien mit Live-Musik abgeschlossen. Ein gelungener Mix aus Technik, Kultur und Gemeinschaftssinn erwartet alle Teilnehmenden der 1. Culture Hacking Party in Kaarst.

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Kontakt für Rückfragen:
Frank Ahlert, KulturForum Kaarst e.V.
info@kulturforum-kaarst.de


Kultur digitalisieren – Digitalisierung kultivieren!

*FunFact über Python:

Der Entwickler der Programmiersprache Python hatte nicht etwa die Würgeschlange im Sinn, sondern die britische Filmtruppe „Monty Pythons“. Versteckte Hinweise entdecken Programmierer immer wieder versteckt oder offensichtlich (z.B. den Cheese Shop)

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