Die Stadt bezieht Stellung zu Schwalbennest-Diskussion
von Neuß-Grevenbroicher Zeitung
Die Stadt Kaarst hat auf die neuerliche Berichterstattung über das Bürgerschwalbennest reagiert. Der Politik sollen zwei Optionen zur Entscheidung vorgelegt werden.
KAARST |(seeg) Die Stadt Kaarst hat auf den jüngsten Bericht unserer Redaktion zum Bürgerschwalbennest reagiert. In der Diskussion würden viele Meinungen und „teilweise falsche Tatsachenbehauptungen“ kursieren, schreibt die Verwaltung. Richtig sei, dass das Kunstwerk derzeit ein Sicherheitsrisiko darstelle. Dies liegt in erster Linie an der defekten Sprinkleranlage, die beim Bau des Rathauses ausschließlich für die Installation des Kunstwerkes im unmittelbaren Bereich der Plastik verbaut wurde.
„Zudem musste ich nach einer von mir eingeleiteten Prüfung feststellen, dass die Holzplastik seit Jahren nicht mehr auf Trittsicherheit und Stabilität geprüft worden ist. Ich trage als Bürgermeisterin die Verantwortung für die Sicherheit der Menschen im Rathaus. Deshalb musste ich reagieren“, erklärt Bürgermeisterin Ursula Baum.
Die Verwaltung erarbeite derzeit eine politische Entscheidungsgrundlage. Dabei wird es zwei Optionen geben: Erstens: den Abbau des Kunstwerkes, zweitens den Erhalt des Kunstwerkes unter der Voraussetzung der Wiederherstellung des Brandschutzes. Die Stadt ermittelt derzeit eine belastbare Kostenschätzung. Die erste Prognose liegt bei rund 45.000 Euro für den Erhalt des Bürgerschwalbennestes.
Die Stadt prüft nach eigenen Angaben auch die Möglichkeit einer Förderung. Zudem wird die Stadt mit der Sparkasse als Eigentümerin des Kunstwerkes und der Erbengemeinschaft zeitnah eine Abstimmung herbeiführen. Die Ergebnisse dieser Abstimmung werden der Politik ebenfalls als Entscheidungsgrundlage mitgeteilt. Die entsprechenden Beratungen und abschließende Entscheidung sind für die Sitzungen des Kulturausschusses, des Hochbauausschusses und des Stadtrates im März vorgesehen.
Falsch ist nach Angaben der Verwaltung die Behauptung, die Stadt habe eine Debatte über das Schwalbennest durch einen Hinweis an die Künstlersprecherin Maria Höveler untersagt.